Ute Dienes← Zurück zum Autorenprofil

Persönlich gefragt

Nachgefragt bei Ute Dienes

Über die Menschen des Mittelalters, den Mut zum eigenen Weg und die Geschichten hinter den Zeitenwegen.

Porträt der Autorin Ute Dienes

Was ist der zentrale Kern deines Buches – und worum geht es dir dabei besonders?

Vor den Zeitenwegen

Der zentrale Kern meines Buches ist die Geschichte von Emma und Lorimar. Beide werden durch äußere Umstände auf einen Weg gezwungen, den sie sich nie ausgesucht hätten. Gerade in einer Zeit voller Unsicherheit, Gefahr und Machtkämpfe entdecken sie, dass Liebe, Vertrauen und Zusammenhalt stärker sein können als Angst und Gewalt. Es ist ihre gemeinsame Reise, die sie reifen lässt und ihnen die Kraft gibt, ihren eigenen Weg zu gehen.

Jenseits der Zeitenwege

Jenseits der Zeitenwege spielt in Mainz und Eltville im Jahr 1396. Nach dem Tod ihres Vaters steht Hanna allein vor einer Zukunft, die andere für sie bestimmen wollen. Doch sie ist nicht bereit, sich den Erwartungen ihrer Zeit zu beugen. Gegen alle Widerstände behauptet sie ihren eigenen Weg und findet die Liebe.

Als ihr Mann sie jedoch kurz nach der Hochzeit verlassen muss, sieht sie sich einer Bedrohung gegenüber, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das Schicksal ihrer Ahnen vernichten könnte. Geheimnisvolle Zeichen, rätselhafte Ereignisse und ein Gegner, der seine Fäden im Verborgenen zieht, führen Hanna auf einen gefährlichen Weg.

Zwischen Freundschaft, Liebe und Verrat muss sie Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das vieler Menschen verändern können.

Jenseits der Zeitenwege ist ein historischer Roman über Freundschaft, Mut und die Suche nach der eigenen Bestimmung. Eingebettet in die historischen Ereignisse des Jahres 1396 entfaltet sich eine Geschichte, in der sich Realität und geheimnisvolle Elemente auf fesselnde Weise miteinander verbinden.

Mir geht es dabei besonders darum, das Mittelalter aus einer anderen Perspektive zu zeigen. Ich möchte die Menschen nicht als Figuren einer düsteren Epoche darstellen, sondern als Menschen mit Träumen, Hoffnungen, Ängsten und Liebe – Menschen, die sich nach Frieden sehnten und für das kämpften, was ihnen wichtig war. Denn ich glaube, dass uns unsere Vorfahren in vielem ähnlicher waren, als wir heute oft annehmen.

Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden, und was hat dich beim Schreiben besonders inspiriert?

Die Idee zu meinem Buch hat ihren Ursprung eigentlich schon in meiner Kindheit. Mein erster Berufswunsch war tatsächlich „Burgfräulein“ – nun ja, irgendwann musste ich mich der Realität stellen. Meine Begeisterung für das Mittelalter ist jedoch bis heute geblieben.

Ich liebe es, Burgen und Schlösser zu besichtigen, durch Museen zu gehen und historische Quellen, Schriften und Begebenheiten in mich aufzusaugen. Je mehr ich über diese Zeit erfahren habe, desto stärker wuchs der Wunsch, die Menschen des Mittelalters wieder lebendig werden zu lassen. Unsere Vorfahren sehnten sich ebenso nach Frieden und einem guten Leben, wie wir es heute tun. Sie kämpften für das, was ihnen wichtig war – für ihre Familien, ihre Heimat und ihre Zukunft. Genau diese Menschlichkeit möchte ich mit meinen Geschichten sichtbar machen.

Was sollen die Leserinnen und Leser nach der letzten Seite aus deinem Buch mitnehmen?

Ich wünsche mir, dass die Leser nach der letzten Seite daran glauben, dass Liebe, Hoffnung und Mut selbst in schwierigen Zeiten ihren Platz haben. Und dass es nie zu spät ist, sich für den Weg zu entscheiden, der einen wirklich glücklich machen kann. Und natürlich … dass sie neugierig auf weitere Geschichten von mir bleiben.

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